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Lateinische Zeichen in Unicode

Die in der öffentlichen Verwaltung Deutschlands eingesetzten IT-Verfahren unterscheiden sich derzeit noch hinsichtlich der Menge der Buchstaben, die verarbeitet und übermittelt werden können. Die Grundbuchstaben des lateinischen Alphabets und die in Deutschland gebräuchlichen Umlaute werden überwiegend unterstützt, aber es gibt erhebliche Unterschiede hinsichtlich der in anderen Mitgliedsstaaten gebräuchlichen Diakritika. Dies führt in zunehmendem Maße zu Problemen, weil insbesondere Namen von Personen mit den in Deutschland nicht gebräuchlichen diakritischen Zeichen in elektronisch geführten Registern unterschiedlich dargestellt werden. Daraus resultieren Fehler bei der Identifikation von Personen im Rahmen automatisierter Prozesse, die zu hohen Folgekosten führen können. Zudem gibt es einen Rechtsanspruch von Bürgerinnen und Bürgern dahingehend, dass ihr Name korrekt darzustellen ist.

Mit der Entscheidung 2014/04 hat der IT-Planungsrat in seiner 13. Sitzung den Zeichensatz festgelegt, der von IT-Verfahren zukünftig unterstützt werden muss. Er wird durch den Standard "Lateinische Zeichen in UNICODE" festgelegt. Der Standard wird im Auftrag des IT-Planungsrats von der KoSIT herausgegeben. IT-Verfahren, die dem bund-länderübergreifenden Datenaustausch oder dem Datenaustausch mit Bürgern und Wirtschaft dienen, müssen binnen drei Jahren konform zu Standard werden.

Aufgrund besonderer rechtlicher Regelungen ist die Anwendung dieses Standards im Ausländer, Melde- und Personenstandswesen bereits jetzt verbindlich vorgegeben.

Weiterführende Informationen zum einheitlichen Zeichensatz: