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Prüfauftrag des IT-Planungsrats zu einem gemeinsamen Webservice
Architektur und Prozesse zum Empfang elektronischer Rechnungen

Prüfauftrag des IT-Planungsrats zu einem gemeinsamen Webservice

Bei der Umsetzung der elektronischen Rechnung ist neben der Formalisierung der Rechnung selber (XRechnung) auch der Übermittlungsweg von Bedeutung. Aufgrund bestehender verschiedenartiger IT-Fachverfahren und Infrastrukturen in Bund und Ländern ist das Ziel, eine einheitliche und verlässliche Lösung für Dienstleister der Verwaltung zu schaffen, um ihnen so einen bundesweit einheitlichen Zugang zur elektronischen Rechnungsstellung zu ermöglichen. Hierfür hat der IT-Planungsrat die Prüfung bestehender Angebote beauftragt. Der Prüfauftrag wurde bis Frühjahr 2018 durchgeführt.

Der Prüfauftrag diente der Evaluierung bestehender Angebote mit dem Ziel, einen bundesweit einheitlichen Übermittlungsweg für die elektronische Rechnung abzustimmen. Hiermit unterstreicht der IT-Planungsrat das Ziel, eine flächendeckende Infrastruktur für die Digitalisierung des Beschaffungswesens (inklusive der elektronischen Rechnung) aufzubauen bzw. zu etablieren. So soll vermieden werden, dass Auftragnehmer sich jeweils im Einzelfall über Übermittlungswege einer elektronischen Rechnung an den jeweiligen Auftraggeber informieren und diverse Übermittlungswege unterstützen müssen.

Auf Basis des vorgelegten Ergebnisses des Auftrags (pdf, 1 MB) hat der IT-Planungsrat festgestellt, dass elektronische Rechnungen an alle öffentlichen Auftraggeber über einen bundesweit einheitlichen sicheren Webservice übermittelt werden können und dass hierfür mit PEPPOL ein geeigneter Marktstandard zur Verfügung steht.

Auf Grundlage dieser Ergebnisse wurde der Anschluss an die PEPPOL-Infrastruktur und der Aufbau der National Authority beschlossen.

Architektur und Prozesse zum Empfang elektronischer Rechnungen

Um elektronische Rechnungen empfangen und verarbeiten zu können, ist in der Regel die Anpassung bestehender IT-Architekturen, Organisationsstrukturen und Prozesse erforderlich. In der Kooperation von Bund und der Freien Hansestadt Bremen zur Umsetzung der elektronischen Rechnung wurde in einem Architekturkonzept die technische Umsetzung der EU-Richtlinie 2014/55/EU zur Entgegennahme von elektronischen Rechnungen mithilfe eines zentralen eRechnungseingangs in der Bundesverwaltung und in der Verwaltung des Landes Bremen beschrieben. Als einen weiteren Schritt haben das Bundesministerium des Innern und die Freie Hansestadt Bremen gemeinsam mit den Bundesländern Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz Referenzprozesse zur Einführung der elektronischen Rechnung im Standard XRechnung entworfen.