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XTA: Fachunabhängiger Standard für Transportverfahren

XTA: Umsetzungsstand der Feststellung der Praxistauglichkeit

Die Praxistauglichkeit von XTA wird durch diverse Implementierungen festgestellt. Die Implementierungsarbeiten werden durch Rechenzentren, Transportverfahrenshersteller und Fachverfahrenshersteller erbracht.

Den aktuellen Umsetzungsstand können Sie aus der Datei XTA Produktiveinsatz (Stand Juni 2016) (pdf, 56.9 KB) entnehmen.

Motivation

Zu den Lösungen des IT-Planungsrats im Kontext der sicheren Datenübermittlung gehört der Standard OSCI-Transport. Er ist entwickelt worden, um sichere und zuverlässige Datenübermittlungen auch über das grundsätzlich unsichere Internet zu erlauben.

Die Nutzung dieses Standards generiert auch in sicheren Netzen Mehrwerte, wie zum Beispiel Ende–zu–Ende Sicherheit und -Adressierung, oder auch Nachweise zur Integrität der Nachrichten, die durch die Netzebene allein nicht abgedeckt werden.

Im Rahmen der Umsetzung dieses Standards auf allen Verwaltungsebenen und in verschiedenen fachlichen Bereichen ist eine OSCI-Infrastruktur entstanden, der auch Komponenten wie das DVDV zuzurechnen sind.

Durch die Vielzahl der Einsatzgebiete und durch wechselnde rechtliche Rahmenbedingungen sind die Anforderungen an den Schnittstellen zwischen den Fachverfahren der öffentlichen Verwaltung und der Transportinfrastruktur der öffentlichen Verwaltung stark gestiegen.

Es hat sich gezeigt, dass in manchen komplexen E-Government-Anwendungen eine Aufteilung zwischen fachlichen IT-Verfahren und einer spezialisierten Transport-Infrastruktur sinnvoll sein kann. In solchen Fällen wird eine standardkonforme Kommunikation zumeist nur zwischen den beauftragten Rechenzentren der öffentlichen Verwaltung gewährleistet, während die Kommunikation zwischen den Transportverfahren und den Fachanwendungen über proprietäre Schnittstellen erfolgt.

Dies führt zu erhöhten Aufwendungen bei den Beteiligten und bei den Herstellern überregionaler Fachanwendungen, da diese unterschiedliche Schnittstellen unterstützen müssen. Auch kann eine datenschutzgerechte Umsetzung der Kommunikation zwischen den Fachverfahren aufgrund dieser individuellen Schnittstellen nicht einheitlich umgesetzt werden.

Diese Lücken sollen durch XTA geschlossen werden, indem die Schnittstellen zwischen Fach- und Transportverfahren definiert werden und indem durch die Service Profile ein Instrument zur Verfügung gestellt wird, durch das die Anforderungen an den Transport einheitlich definiert und konfiguriert werden können.

XTA: Service Profile und XTA-WS

XTA standardisiert die elektronische Übermittlung von Daten im E-Government durch zwei Ansätze auf unterschiedlichen Ebenen:

Durch das Modul der Service Profile wird ein Werkzeug angeboten, mit dem die Anforderungen an Datenschutz und Datensicherheit, z. B. bzgl. der Integrität oder Authentizität, für einen Transport definiert und damit einheitlich konfigurierbar gemacht werden können. Der öffentlichen Verwaltung soll so eine modale Steuerung ermöglicht werden.

Durch das Modul des XTA-Webservice (XTA-WS) wird die Übermittlung von Daten, also der Transport selbst, standardisiert: Durch die Spezifikation von Webservices wird eine Vereinheitlichung der Schnittstellen zwischen Fachverfahren und Transportverfahren (auch innnerhalb eines Landes und Rechenzentrums) erreicht. Die öffentliche Verwaltung erhält so die Möglichkeit der funktionalen Steuerung.

Die beiden Module "Service Profile" und "XTA-WS" beziehen sich konzeptionell stark aufeinander, es ist aber dennoch möglich, sie unabhängig voneinander einzusetzen.

Die Spezifikation von XTA 2 (Version 3) finden Sie im Downloadbereich.